Kreative Schnittstelle: Der neue Medienbeirat NRW

krautscheid_rede_cp_blog_final_1.jpg

Gastbeitrag von Andreas Krautscheid | 13.03.2009

Die New York Times hat es vorgemacht. Sie bietet ihren Content online auch über Programmierschnittstellen (API) an. Die Möglichkeit über Schnittstellen bestehende Grenzen zwischen Technologien und/oder Inhalten zu überwinden, ist eines der großen Assets des Internet. Ob man das Internet nun als Meta-Medium versteht oder als exzellenten Verbreitungsweg ist nachrangig, denn die Zukunft der Medien insgesamt wird durch das Internet mehr und mehr geprägt sein.

Für die Zukunft der Medienwirtschaft sind neue technische Schnittstellen wichtig. Sie sind aber nicht genug. Ich meine, wir brauchen mehr kreative Schnittstellen, zwischen Medien, und besonders zwischen Medienmachern. Nicht ohne Grund heißt der englische Begriff für Schnittstelle „Interface“.

In Nordrhein-Westfalen wollen wir Medienwirtschaft, Medienwissenschaft und Medienpolitik besser verzahnen und den Meinungsaustausch und Wissenstransfer über Branchengrenzen hinweg verbessern. Deswegen habe ich den Medienbeirat NRW ins Leben gerufen.

Aktuelle Themen wie zum Beispiel Konvergenzen, Netzwerke, Berufsausbildungen, Arbeitsplatzentwicklungen und natürlich auch notwendige Rahmenbedingungen in der Medienpolitik sollen in diesem Forum beraten werden.

Um den Medienstandort zu stärken werden wir im Sommer in Köln eine Standort- und Netzwerkagentur für die Medienbranche in Nordrhein-Westfalen eröffnen. Sie wird als Geschäftsstelle das Cluster Medien.NRW koordinieren. Übrigens: Bewerbungen auf Stellen im Bereich des Clustermanagements sind online möglich.

Ein Kommentar

  1. Marco Zingler
    schrieb am 17.03.2009 um 12:59

    Das ist ein wichtiges Signal der Politik an die Internetwirtschaft. Ich kann das als Sprecher der Internetagenturen des BVDW und als Unternehmer nur begrüßen.

    Jeder mit Einblick in die konvergierenden Medien kennt die Bedeutung unserer Branche für die gesamte Medienindustrie – das ist aber noch nicht ausreichend in der öffentlichen
    Wahrnehmung angekommen.

    Diesen Umstand zu beklagen und selbst untätig zu bleiben, kann für unsere dynamische Industrie aber kein Dauerzustand bleiben. Wir müssen selbst aktiv werden, uns in Verbänden und der Öffentlichkeit für die Interessen unserer Industrie engagieren.

    Das Land NRW eröffnet in Kürze eine Cluster Medien Agentur in Köln und sucht noch einen Cluster-Manager, der dem Anspruch, konvergierende Medien zu vernetzen, gerecht werden kann.
    Da ist es nahe liegend auf Spezialisten mit Expertise aus der Internetwirtschaft zurückzugreifen.

    Minister Krautscheid hat in seinem Blogeintrag darauf hingewiesen - es liegt jetzt an uns Bewerber für diese Schlüsselposition zu motivieren.

Einen Kommentar hinterlassen