
Vom 24. bis 26. September 2009 stand Kopenhagen ganz unter dem Motto „Beyond Structure“: Im Rahmen des fünften Kongresses der EuroIA trafen sich Informationsarchitekten, UX Designer und Interaction Designer aus ganz Europa, um sich das hochkarätige Programm anzusehen. Verschiedene Vorträge, Case Studies, Panels und Workshops boten dabei einen Einblick in die unterschiedlichen Facetten von Informationsarchitektur und deren Trends. Auch zwei denkwerker machten sich auf die Reise und berichten von ihren persönlichen Erlebnissen und Aha-Effekten.
„Der Kongress startete mit einem Kaffee am Düsseldorfer Flughafen und der Feststellung, dass eine 10. Sitzreihe nicht weit vorne, sondern am Ende einer sehr kleinen Maschine sein kann. Rund 1,5 Stunden später genossen wir bereits den zweiten Kaffee in Kopenhagen, bezogen anschließend die Zimmer im Kongress-Hotel Scandic und planten Termine und definierten unsere Erwartungen und Ziele für die EuroIA. Dann ging’s auch schon los!

Am Freitagmorgen erwartete uns nach der Registrierung zum Euro IA, dem sogenannten „IA-Gipfel”, die Eröffnungs-Keynote von Scott Thomas (Simplescott), der Einblicke in die Entwicklung, Gestaltung und Ideenfindung der Obama Kampagne aufzeigte. Dieser Beitrag war sicherlich einer der Höhepunkte des Kongresses. Auch für die „Evolution of the Sitemap” von User Intelligence, NL, der „IA Survival Guide in A Hostile Context” von Sylvie Daumal (Duke/Razorfish) und die Fallstudie über ein Framework einer großen südafrikanischen Bank, vorgestellt von Jason Hobbs, lohnte sich der Weg nach Kopenhagen.

Während der Jam Sessions und den „Bierrunden” (gesponsert von asis&t: Vielen Dank hierfür!) war genügend Zeit, sich mit den Vortragenden und den Besuchern, also den internationalen Kollegen zu unterhalten und auszutauschen. Erstaunlich war dabei die Erkenntnis, dass in vielen Agenturen immer noch Unsicherheit in puncto Definition von User Experience und der Wahrnehmung des Prozesses herrscht.
Mit der Abschluss-Keynote von Marianne Sweeney (Ascentium), die lange für Microsoft tätig war und ihr Leben ganz und gar der Suche verschrieben hat, endete dann Samstagabend die diesjährige EuroIA. Der IA-Gipfel wurde neben den offiziellen Themen hauptsächlich vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch und der „Selbstfindung” geprägt. Heraus kam: Ein gemeinsamer und motivierender Spirit, der direkt mit zurück nach Köln genommen wurde. „Let’s do the Obama thing!”
2010 wird der Kongress in Paris stattfinden – sicherlich wieder mit denkwerkern in den Reihen und inmitten der IA-Kollegen und weiteren interessanten Themen.”
Reisebericht von: Susanne Junglas und Henning Schenk, denkwerk
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