Route 66: Helfen, sonst nix!

Der Advent ist die Zeit der Stille, Besonnenheit und Liebe – oder? Viele assoziieren die Vorweihnachtszeit eher mit hektischem Last-Minute-Shopping, dudelndem Weihnachtsrock an jeder Ecke und natürlich Verkehrschaos in überfüllten Städten. Kein Wunder also, dass Autofahrer/Innen gestresst inner- und außerhalb der Stadt von A nach B jagen und dabei nicht mehr genug Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer/Innen nehmen. In Ehrenfeld gilt das leider allzu oft auch zu anderen Jahreszeiten. Die Vogelsanger Straße inmitten des Kölner Kreativviertels ist immer wieder Schauplatz von Unfällen. Ein Brennpunkt liegt direkt vor unserer Nr. 66 – allein in den vergangenen Monaten wurden mehrfach Senioren und kleine Kinder angefahren bzw. verletzt. Das möchten wir ändern – mit der Aktion „route66“ und mit Ihrer Stimme für die Online-Petition.

Worum es geht
Der Fußgängerüberweg vor der Nr. 66 über die Verkehrsinsel ist schwer einsehbar. Für Anwohner, Bewohner der anliegenden Altenheime und Kindergartenbesucher liegt er jedoch immer wieder auf ihrem Weg. In regelmäßigen Abständen kommt es zu Zusammenstößen, deren Opfer nicht selten ältere Menschen oder Kinder sind, die auf dem Straßenabschnitt übersehen und angefahren werden. Die Passanten fühlen sich nicht sicher, wie das folgende Dokumentationsvideo zeigt:

Eine Lösung dieses anhaltenden Problemzustands, der von der Stadtverwaltung bisher ignoriert wird, ist nun zentraler Bestandteil der Initiative von denkwerk. Unter route66.denkwerk.com ruft die Agentur dazu auf, sich an der Petition zu beteiligen.

Lokale Initiativen für Bürgerbelange

Dass der Verkehr in Köln in den nächsten Jahren zunehmend zum Problem wird, sehen auch die Aktivisten von DEINE FREUNDE. Sie setzen sich immer wieder mit verschiedensten Themen zur Stadtpolitik auseinander und bringen sie in den Stadtrat. Dazu zählt auch der ansteigende Verkehr. Verschiedene Möglichkeiten könnten den Zuwachs an Fahrzeugen in der Kölner City stoppen, zeigt Dr. Volker Emert, Diplom-Meteorologe auf deinefreunde.org: so sind eine gebietsweise Sperrung für Durchgangsverkehr in der Kölner Innenstadt oder auch günstigere Tickets im ÖPNV denkbar. Auch das Anliegen der Bürgerinitiative Helios hat mit steigender Verkehrsbelastung zu tun: Wenn das Helios-Gelände entgegen den Plänen der Aktivisten tatsächlich zum Einkaufszentrum ausgebaut werden sollte, werden wohl noch mehr PKWs und Lastwagen durch Ehrenfeld düsen.

Bürgerinitiativen gibt es in der Domstadt so einige und alle haben eines gemeinsam: sie versuchen, sich für ein Köln einzusetzen, das nach den Vorstellungen der Bürger gestaltet ist. Ob Heliosgelände, Godorfer Hafen, Gemeinschaftsgarten oder verschiedenste aktuelle Themen –Kölns Bürger handeln aktiv und wollen mitbestimmen. All diese Aktionsgemeinschaften leben jedoch von ihren Unterstützern. Wäre doch ein schöner Vorsatz für die Adventszeit, oder auch zum neuen Jahr, sich für eine dieser Initiativen zu engagieren. Ein Anfang wäre Ihre Stimme für die Online-Petition auf route66.denkwerk.com. Jede Unterschrift holt das Ziel einer sicheren „stillen Nacht“ für die Ehrenfelder Bewohner und Besucher ein bisschen näher. Die Aktion läuft noch bis 31. Januar 2012. Danach folgt ein erstes Ergebnis zur Aktion auf der Website. Jede Stimme zählt!

Noch keine Kommentare vorhanden.

Einen Kommentar hinterlassen